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Send Of Party

Autor: JonasPeter | Datum: 17 November 2011, 23:28 | 36 Kommentare

Wenn sich zwei Tansanier dazu entscheiden zu heiraten, dann haben sie eine Zeit voller Parties vor sich. Zuerst feiert die werdende Braut eine „Kitchen-Party“ mit all ihren Freundinnen und Frauen der Familie. Wie so eine Party genau abläuft weiß ich nicht, weil Männer sind auf dieser Party nicht erlaubt. Auf jeden Fall bekommt die werdende Braut auf dort alle nötigen Küchenutensilien geschenkt, was den Namen der Feier erklärt.

Die Männer versammeln sich auf der „Bag-Party“, die wiederum nur Männer erlaubt. Bis jetzt hab ich so eine Feier noch nicht erlebt. Vielleicht werde ich das ja noch.

Nach diesen beiden Feiern steht dann die „Send Of Party“ an. Diese wird von der Familie der Braut organisiert. Da die Braut nach der Hochzeit zu der Familie des Bräutigams gehört, wird die Braut von ihrer Familie in die des Mannes „übergeben“. Daher auch der Name.

Und Schluss endlich, kann dann die Hochzeit stattfinden, die von der Familie des Bräutigams organisiert wird.

Am Samstag bin ich also zur „Send Of Party“ gegangen und das obwohl ich gar nicht eingeladen wurde. Maria hatte eine Einladung bekommen und hat gesagt:“Ich nehm dich einfach mit“. Also gesagt getan.

Um 17:00 Uhr sollte die Party dann beginnen, doch da bin ich grade erst aufgewacht nach einem kleinen Mittagsschläfchen. Doch „haraka haina baraka“ (Eile hat keinen Segen)! Deshalb hab ich mich in Ruhe fertig gemacht und habe dann ein „Picky Picky“ nach Lushoto genommen, wo ich Maria getroffen habe. Um ca. 19:00 Uhr sind wir dann endlich angekommen. Seht und staunt: trotz zwei Stunden Verspätung, hatte die Party noch nicht begonnen. Nach und nach trudelten alle Gäste ein und schließlich konnte die Feier beginnen.

Zuerst tanzen die Familien des Brautpaares in die Halle, danach die Brautjungfern und Trauzeugen und schließlich die Braut. Als das Orchester ertönt richten sich alle Blicke auf den Eingang und warten gespannt auf die Braut. Unter dem Regenschirm vorm Regen geschützt tanzt sie mit ihrem Gefolge in die Halle. Jetzt folgen eine Menge Musik, viel Tanz, Sekt, Kuchenanschneiden, traditionelles Trommeln und freie Getränke. Der Höhepunkt der Feier ist natürlich das Buffet. Wow! Diese Auswahl und Abwechslung des Essens ist schon toll und echt lecker. Und damit einem beim Essen auch nicht langweilig wird, tanzen drei Jugendliche zu Celine Dion, Chris Brown und tansanischem Bongo Flava. Da kommt gute Stimmung auf. Nach dem Essen beginnt dann die Geschenkeübergabe, die mehrere Stunden dauert. Das liegt daran, dass die Geschenke nicht einfach der Braut gegeben werde, sondern, dass die ganze Übergabe tanzend stattfindet.

Nach einem erlebnisreichen und wunderschönen Abend sind wir dann gegen 01:30 Uhr nach Hause gefahren, was für Tanzania echt spät ist. Um 02:00 Uhr bin ich dann totmüde, aber glücklich und gesättigt ins Bett gefallen.

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